San Giorgio Maggiore

Auf der Inseln San Giorgio, dort wo der Canal Grande und der Canal Guidecca in einander fließen, steht die Kirche San Giorgio Maggiore, eines der Hauptwerke des venezianischen Architekten Antonio Palladio. Mit dem Bau der Kirche wurde schon 1566 begonnen, fertig gestellt wurde sie jedoch erst Anfang des 17. Jahrhunderts nach dem Tod ihres Architekten Palladio.

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Die erste Kirche stand an diesem Platz jedoch schon viel eher, im 10. Jahrhundert gründeten Benediktiner Mönche hier ein Kloster mit dazu gehöriger Kirche. Nach einem verheerenden Erdbeben bekam dann Palladio den Auftrag die jetzt noch zu bewundernde Kirche zu bauen. Wie andere Gebäude von Palladio, z.B. die Kirche Il Redentore, erweckt auch diese säulenreiche Fassade aus weißem Marmor, die mit korinthischen Kapitellen und Nischen mit Statuen verziert ist, die Assoziation mit einem römischen Tempel. Der Rest der dreischiffigen, überkuppelten Kirche ist im Gegensatz hierzu aus rotem Stein erbaut, was die Fassade umso mehr hervor hebt.

Der hohe Campanile der Kirche ist wesentlich jünger, er wurde erst Ende des 18. Jahrhunderts, den eingestürzten Turm ersetzend, wieder aufgebaut. Von ihm aus hat man eine noch schönere Sicht als vom bekannten Campanile de San Marco, dem dieser Turm nachempfunden ist, sieht man doch von hier aus das ganze Panorama Venedigs und hat direkten Blick auf das geschäftige Treiben des Markusplatzes.

 

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Bekannt ist die Kirche vor allem auf Grund ihrer ungewöhnlich vielen Reliquienschätze, als letzte Ruhestätte vieler bekannter venezianischer Persönlichkeiten sowie auf Grund ihres schönen, mit Gemälde von Tintoretto, ein kunstvolles Chorgestühl aus dem 16. Jahrhundert sowie vielen Säulen und Pilastern geschmückten Inneren.

 

Im angrenzenden Klostergebäude zeigt die Cini-Stiftung regelmäßig Wanderausstellungen.