Peggy Guggenheim Museum

Das Gebäude in dem das Peggy Guggenheim Museum heute untergebracht ist, ist ein typisches 18. Jahrhundert Palazzo des Canal Grande, das von der Vernier Familie um die Mitte des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich beim Architekten Lorenzo Boschetti in Auftrag gegeben wurde. Die Familie geriet in Geldnot und der Bau musste gestoppt werden. Auch die nachfolgenden Besitzer vollendeten die Villa nie und so ist es auch heute noch unvollendet.

1949 kaufte die Amerikanerin und Wahl-Europäerin Peggy Guggenheim, die aus einer reichen, amerikanischen, industriellen Familie stammte und geerbt hatte, das Palazzo. Schon zuvor hatte sie in London und New York Kunstmuseen gegründet und erwarb nun das Palazzo um dort zu leben und Teile ihrer großen Sammlung zeitgenössischer Malerei auszustellen. Bis zu ihrem Tod 30 Jahre später prägte sie die italienische Kunstszene entscheidend mit und sammelte weiter Kunst. Nicht mal ein Jahr nach ihrem Tod eröffnete die Salomon R. Guggenheim Stiftung, der sie das Palazzo und die umfassende Sammlung vermacht hatte, das Museum neu und organisiert seitdem die Ausstellung der Peggy Guggenheim Sammlung. Heute gilt das Museum als eines der wichtigsten italienischen Kunstmuseen.
Der größte Teil der Sammlung ist im östlichen Flügel des Gebäudes ausgestellt. Hier findet man Gemälde bekannter Maler wie Picasso, Wassily Kandinsky, Dali, Miro, Jackson Pollock und Paul Klee. Weiter hinten im Museum schließt eine Sammlung futuristischer italienischer Künstler an mit Werken von unter anderen Giorgio Morandi und Giacomo Balla. Eine Sammlung mit Skulpturen von Künstlern wie Henry Moore und Hans Arp kann man im schönen Garten des Palazzo bewundern.