Palazzo Grassi

Dieses Museum für Moderne Kunst - der Palazzo Grassi - liegt am schönen Campo San Samuele und ist benannt nach der Familie Grassi, die es wahrscheinlich beim venezianischen Architekten Giorgio Massari um Mitte des 18. Jahrhunderts in Auftrag gab. Nach vielen Besitzerwechseln gehört das Gebäude seit 2005 dem reichen, französischen Businessmann Francois Pinault, der hier Teile seiner mehr als 2.000 Teile zählenden (zeitgenössischen) Kunstsammlung in Wechselausstellungen ausstellt. Seine Sammlung führt Gemälde von Malern wie z.B. Mark Rothko, Jeff Koons und Mario Merz.
Architektonisch ist das Gebäude, das eine besonders lange Fassade entlang des Canal Grande hat, im spätgotischen bis klassizistischen Stil gehalten, was es besonders absetzt gegen die nahegelegenen älteren Palazzo im gotischen Stil. Die große, dreiteilige Fassade ist ganz in weißem Marmor gehalten und auf beiden Seiten des großen Eingangsportals im Untergeschoss von doppelten Fensterreihen gesäumt. In den zwei oberen Stockwerken, die sich stilistisch vom unteren Geschoss abheben, sind den vielen Fenstern je noch ein kleiner Balkon vorgelagert.

Das weitläufige Gebäude ist um einen mit Säulen umrandeten Innenhof angeordnet, den eine prunkvolle Treppe schmückt und der heute mit Glas überdacht ist. Diese Glasüberdachung wurde eingefügt als das Gebäude nach der Übernahme durch Pinault vollständig vom japanischen Stararchitekten Tado Andos renoviert wurde. Er erhielt die prunkvollen, alten Deckenverzierungen und die Teile der Innenausstattung, die die vielen Besitzerwechsel unbeschadet überstanden hatten und renovierte den Rest des Gebäudes schlicht und kunstvoll.

Offizielle Webseite: Palazzo Grassi