Die Geschichte von Venedig

 

JahrEreignis
Um 1500 v. Chr.Keltische Veneter kommen in das Gebiet und gründen Padua und Este. Das Gebiet gehört zum Römischen Reich, lebt aber lange Zeit relativ unbeeinflusst von Rom in Frieden.
25. April 421 n.Chr.Gilt als das offizielle Gründungsdatum Venedigs, der Tag ist allerdings umstritten und wurde wahrscheinlich erst später festgelegt, fällt doch der 25. April genau auf den Tag des Festes zu Ehren des Heiligen Markus, der spätere Schutzpatron von Venedig.
Um 500 Das römische Reich verliert zunehmend an Macht und die Region hat mit immer mehr Überfällen und Eindringlingen zu kämpfen, die plündernd und mordend durch die Region ziehen. Immer mehr Menschen suchen Zuflucht auf den Laguneninseln in der Nähe und kommen immer seltener ganz zurück ans Festland. Gemeinden entstehen und gründen um 466 v. Chr. gemeinsam einen Bund.
Ab 726Der heute als der erste ‚Doge‘ Venedigs geltende Orso Ipato wird von den Bewohnern der Lagune zum Anführer ernannt. Die Geschichte der Herrschaft der Dogen über den Staat Venedig setzt sich von dieser Zeit ab über 1000 weiter Jahre fort. 117 Dogen werden ihm noch auf folgen. Erst eine Erbfolge, die von den Venezianern mit harten Strafen begegnet wird, wurde das Dogenamt langsam aber sicher zu einem Amt, in das man gewählt werden musste.
Um 810Vor allem die Gebiete rund um Rialto sind bewohnt. Venedig entwickelt sich zu einem bekannten Handelszentrum und hat bald die größte und mächtigste Flotte der gesamten Adria.
828Eine Gruppe Venezier stielt die Reliquien des Heiligen Markus aus Ägypten und bringt sie nach Venedig, wo zu Ehren der Gebeine eine eigene Basilika erbaut wird.
Um 1000Venedig beteiligt sich an den Kreuzzügen als Möglichkeit um seine Macht und Gebiete auszubreiten.
Ab 11. Jht.Venedig steigt zu einer erfolgreichen und machtvollen Handelsmacht auf. Unterstützt wird dieser Aufstieg durch die vielen Handels-Privilegien, die Venedig für seine Hilfe gegen den Einfall der Normannen vom Byzantischen Reich bekommen hat.
13.-14. Jht.Venedigs Vormachtstellung wird von der wachsenden Macht der Genueser zunehmend in Frage gestellt. Auch mit dem Kirchenstaat und der eigenen Bevölkerung gibt es zunehmend Probleme und so wird 1310 der „Rat der Zehn“ gebildet, die durch ein weitgefächertes, über die Grenzen der Stadt bis nach Europa hinausreichendes, Geheimdienstnetz aufbaut. 1348 bricht die Pest aus in Venedig, die hier verheerend wütete. 1372 bricht der Krieg zwischen Venedig und Genua, der erst 1380 beendet mit dem Sieg der Venezianer über Genua beendet wird, aus. Venedig ist jetzt wieder die unangetastete Seemacht.
Ab 14. Jht.Wiederholt wird Venedig in den folgenden Jahrhunderten von der Pest heimgesucht,  die mit den vielen Handelsschiffen nach Venedig kommt und der große Teile der Bevölkerung zum Opfer fallen. Allein bis zum 16. Jahrhundert gibt es an die 20. Pestepedemien.
15. Jht.Venedig ist auf dem Zenit seiner Macht, die Venezianische Währung gilt in ganz Europa als Refenrenzwährung, die Venezianische Sprache findet eine weite Verbreitung und seine Macht reicht weit ins angrenzende Festland hinein. Aber Venedig hat auch mit Problemen zu kämpfen, lebt mit der ständigen Bedrohung durch die Türken und verliert durch die Entdeckung Amerikas und alternativer Schiffsrouten wie der nach Indien, an Bedeutung.
16. Jht.Venedig verliert durch den Aufstieg der europäischen Nationalstaaten weiter zunehmend an Einfluss. Im Machtkampf der größeren Mächte unfreiwillig verstrickt, wird Venedig zusätzlich immer mehr (politisch und militärisch) geschwächt.
Ende 18. Jht.Napoleon überrennt ganz Norditalien und Venedig und ruft die Demokratische Republik Venedig aus und lässt die Stadt plündern. Im Vertrag von Campo Formido übergibt Napoleon Venedig an die Österreicher.
1848Die Bevölkerung Venedigs erhebt sich erfolgreich gegen die österreichische Besatzung. Daniele Manin, Führer des venezianischen Aufstandes, wird zum Diktator ausgerufen und später von der Volksversammlung zum Präsidenten gewählt.
Um 1860Unter Giuseppe Garibaldi wird Italien eine Nation, Venedig tritt ihr 1866 bei.
Ende 19. Jht.Es geht wieder bergauf mit der Stadt, der Hafen erwacht zu neuen Leben, Industrie siedelt sich an.
Ab Mitte 20. Jht.Die Einwohnerzahl Venedigs fällt, da die Bevölkerung neue, bequeme Wohnungen auf dem Festland vorzieht. Der Tourismus fängt an zu boomen und immer mehr ausländische Investoren kaufen Häuser um diese in Hotels um zu wandeln. 1966 überflutete ein immenses Hochwasser die Stadt und richtete großen Schaden an, seitdem wird heftig über Möglichkeiten des sinnvollen Schutzes diskutiert.