Canal Grande

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Der Canal Grande, der Hauptverkehrsweg Venedigs, heißt eigentlich Canal di San Marco und ist heute der Ort in Venedig wo man die besonders teuren Hotel und Restaurants, die besonders schönen Kirchen und die massiven, prunkvollen, alten Palazzi findet. An diesem ca. 4 km langen Kanal stehen mehr als 180 private Palazzo und Villen, im nachfolgenden eine Auswahl besonders schöner Exemplare:


Der Palazzo Rezzonico ist heute ein Museum für venezianische Kunst des 18. Jahrhunderts. Besonders angesichts der Tatsache, dass viele der nachfolgenden Palazzo entweder schwer zugänglich sind oder ihre Innenausstattung kaum erhalten ist, empfiehlt sich ein Besuch dieses einmaligen Museums. Von Gemälden über Möbel und Teppiche wird hier alles ausgestellt was in früherer Zeit zur normalen Einrichtung eines venezianischen Palazzo gehörte.

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Der Bau eines anderen, besonders auffälligen Palazzo, des Corner della Ca’Granda, begann 1533 unter Leitung des Architekten Jacobo Sansovino. Heute ist das auf Grund seiner immensen Dimensionen bekannte Gebäude Sitz der Stadtpräfektur von Venedig.


An der breitesten Stelle des Canal Grande steht der 1453 vom Architekten Bartolomeo Bon erbaute Palazzo Foscari. Das als Höhepunkt der Gotik geltende vierstöckige Gebäude weist eine auffallend prunkvolle Fassade auf, die mit viel Maßwerk, Fries und marmornen Säulen verziert ist.


Auf halbem Weg zwischen der Rialto Brücke und der Ca’Foscari liegt der Palast Pisani Moretta, der mit seinen wunderschönen barocken Innendekorationen bekannter venezianischer Künstler wie Giambattista Tiepolo, Jacopo Guarana und Gaspare Diziani besonders für Kunstliebhaber ein Anziehungspunkt ist.


Ebenfalls von Bartolomeo Bon designend ist das Palazzo D’Oro, das von Giorgio Franchetti gekauft und in eine Galerie umgewandelt wurde. Heute gehört die Galerie der Stadt Venedig und ist bekannt für seine Sammlung an venezianischer Kunst.


Die spätgotische Villa Dario zählt zu den ältesten und bekanntesten Renaissance Palästen Venedigs. Angeblich mit einem Fluch belastet, gehört das Haus heute einem unbekannten amerikanischen Investor und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ein Besuch lohnt sich vor allem auf Grund der typischen, hohen, venezianischen Kamine, die man heute in dieser Form kaum noch irgendwo anders findet.