Burano

Das kleine Fischerdorf, auf einer Insel im Norden der Lagune um Venedig gelegen, erreicht man in ca. 40 min mit dem Boot von Venedig aus. Wie Venedig selbst, ist auch diese Insel nur mit dem Boot oder zu Fuß zu erkunden. Auf einer Gondel durch die kleinen Kanäle fahrend oder zu Fuß durch die verwinkelten Gassen schlendernd erlebt man so einen ganz anderen und wesentlich ruhigeren und romantischeren Flair als in Venedig. 

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Hervorgerufen wird dieser vor allem durch die vielen kleinen, eng aneinander gereihten, farbenfrohen Häuser, die die Kanäle und kleinen Straßen säumen und die viele Photographen und Künstler anlocken. Sehr charmant ist auch der schiefe Campanile (Glockenturm) der Kirche San Martino am Piazza Galuppi und die vielen kleinen kuscheligen Restaurants und Bars. 

Allerdings ist die Insel nicht so touristenarm wie es erscheinen mag, in der Hochsaison finden sich hier täglich Massen an Ausflüglern ein und das Angebot an Souvenirläden ist groß. Meist werden hier billige Duplikate der teuren Spitze verkauft, für die Burano überall auf der Welt berühmt ist. Wahrscheinlich saßen früher die Frauen daheim und haben die Spitze geklöppelt während die Männer gemeinsam auf Fischfang waren. Heute ist von dieser langen Tradition nur noch wenig übrig. In der alten Spitzenschule befindet sich heute ein Museum, wo man manchmal noch Frauen bei der Arbeit zusehen kann und wo es echte, dafür aber unglaublich teure Burano Spitze gibt. 

Möchte man die ganze Insel in Ruhe an sehen, sollte man genug Zeit mitbringen, denn hier ist es nicht ein Bauwerk, das angesehen und abgeharkt werden möchte, sondern eine ganze Insel, deren Charme es zu erliegen gilt. 

Von Burano aus über eine Brücke gehend erreicht man die nahegelegene Insel Mazzorbo, die noch wesentlich weniger besiedelt ist als Burano und die eine Kirche aus dem 4. Jahrhundert zu bieten hat.