Basilica di San Marco (Markusdom)

File 943In Sestiere San Marco, ganz am östlichen Rande des berühmten Markusplatzes, steht die Basilica di San Marco, eines der, wenn nicht sogar "das", Wahrzeichen von Venedig. Ursprünglich im 9. Jahrhundert als Kapelle erbaut um die Reliquien des heiligen Markus, des Schutzheiligen von Venedig, zu ehren, ist der heutige Baut bereits der dritte an dieser Stelle. Nach dem das vorherige Gebäude einem großen Brand zum Opfer gefallen war wurde die Basilika vom damaligen Dogen, Domenico Contarini, im 11. Jahrhundert nach altem Grundriss wieder neu aufgebaut.

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Seit dem wurde der Bau mehrfach umgestaltet und erweitert und wurde, ehemals nur Palastkapelle des Dogen, Anfang des 19. Jahrhundert die Kathedrale des Patriarchen von Venedig und Bischofssitz, einen Rang den bis dahin die Kathedrale San Pietro de Castello inne gehabt hatte.


Diese mächtige römisch-katholische Kirche ist von außen wie innen ein Meisterwerk und im gleichen Maße prunkvoll und künstlerisch gestaltet. Im Grundriss eines griechischen Kreuzes, thront eine Hauptkuppel über der Mitte der Basilika während je eine Kuppel über jedem Seitenarm angebracht ist.
File 1016Drei Fassaden hat die mächtige Basilika. Alle, besonders die zum Markusplatz weisende Hauptfassade, sind detailreich und kunstvoll mit Marmor verziert. Viele Säulen, Maßwerkverzierte Fenster und Bögen, Nischen mit Statuen und andere Verzierungen im byzantischen Stil schmücken die Außenwände. Direkt über dem Hauptportal thronen vier vergoldete Pferde, heute nur noch Kopien der ehemaligen Quadriga, die heute im Museum untergebracht sind. An der rechten Seite der Außenmauer befinden sich die Tetrarchen, vier Männerstatuen aus Porphyr aus dem 4. Jahrhundert. Bei der Betrachtung der Basilika von außen wie auch beim Betreten des Inneren fällt besonders die Mischung aus westlicher und orientalischer Kunst auf. Diese einmalige Verschmelzung entstand durch das jahrhundertelange inkorporieren von von Kriegszügen mitgebrachten Kunstschätzen in die Architektur und Ausstattung der Basilika, die man heute schon fast als Kirchenmuseum bezeichnen kann.

File 1019Betritt man das Innere des Markusdoms, weiß man sofort, warum hunderte und tausende von Menschen tagtäglich stundenlanges Warten in Kauf nehmen nur um einen Blick in das Innere von Venedigs schönster und prunkvollster Kirche werfen zu können. Schon der Hochaltar an sich, hinter dem die Gebeine des Heiligen Markus liegen, und dessen wunderschöne Altartafel wären einen Besuch alleine wert. Diese Pala D’Oro, eine aus mehr als 200 wertvollen Edelsteinen und Emailletafeln bestehende Tafel, ist ein s Meisterwerk der Goldschmiedekunst. Hinzukommen der mit Marmor verzierte Boden sowie die golden unterlegten Mosaikgemälde an den oberen Decken und Wänden der Kathedrale. Über 400 m² an zusammenhängenden Mosaikbilder aus dem 13. Jahrhundert, die detailliert Szenen aus der Bibel darstellen, bilden vor allem in ihrer Gesamtheit einen atemberaubenden Anblick.


Auch sollte man unbedingt den Campanile di San Marco besichtigen, von dem aus man eine gute Sicht auf die Insellandschaft der Lagune hat und der mit seinem farbenfrohen Äußeren und als höchster Turm Venedigs das Stadtbild entscheidend prägt. 
Offizielle Webseite: Basilica San Marco